Geschichte von Boston
Boston wurde am 17. September 1630 durch John Winthrop, den ersten Gouverneur der Massachusetts Bay Colony, gegründet. Mit der Stadt ging es rasch aufwärts, da die Siedler an den Tugenden Arbeit, Bildung und Gottesfürchtigkeit festhielten und so schnell eine funktionierende Gesellschaft im neuen Land Amerika entstand. 1635 wurde die erste Lateinschule Bostons gegründet und bereits im Jahr 1636 folgte die Gründung der Harvard Universität, der ältesten Universität der USA, die auch heute noch eine international hoch angesehene Schule ist.
Das erste einschneidende Erlebnis für Boston war der Brand von 1760, der etwa ein Zehntel der Stadt vernichtete. Wenige Jahre später folgte ein Ereignis, für das Boston heute noch weltberühmt ist: die Boston Tea Party von 1773. Diese Protestaktion gegen eine Anhebung der Teesteuer seitens der britischen Kolonialmacht gilt als Auslöser des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, der 1776 mit der Unabhängigkeitserklärung endete.
Im Anschluss an die amerikanische Unabhängigkeit entwickelte sich Boston zu einem der wichtigsten Handelshäfen der Welt. Dies sorgte für Wohlstand und auch für weitere Einwanderung in die Stadt. Um ausreichend Platz für neue Einwanderer zu haben, trug man in Boston Hügel ab und füllte mit den Erdmassen flache Teile der Massachusetts Bay und des Charles River. Das so gewonnene Land macht heute einen nicht unwesentlichen Teil des Stadtgebietes aus.
1872 kam es in Boston zu einem weiteren großen Feuer, bei dem etwa 770 Gebäude zerstört wurden. Es folgte Wiederaufbau und weiteres Wachstum der Stadt.
In den folgenden Jahren gibt es in Boston und der Welt viele technische Neuerungen, die industrielle Revolution steht vor der Tür. 1889 fährt in Boston die erste elektrische Straßenbahn, 1897 wird die erste U-Bahn der Welt in Boston in Betrieb gestellt.
In den 1920er und 1930er Jahren, während der Großen Depression in den USA, macht auch Boston schwere Zeiten durch, von denen es sich nur langsam erholt. Abwanderung und Armut sind die Folgen der Massenarbeitslosigkeit im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts. Nach dem zweiten Weltkrieg rappelt sich die Stadt wieder auf. Umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen nehmen sich der Struktur- und Verkehrsprobleme Bostons an und machen die Stadt wieder zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort. Wer Boston heute besucht wird sehen, dass sich die Mühe der vergangenen Jahrzehnte wirklich gelohnt hat.




